Überforderung hat viele Gesichter
Wie gehen Sie mit
Anforderungen in Ihrem Leben um? Wie gestalten Sie Ihr Leben? Nehmen Sie
Anforderungen und Veränderungen als Herausforderungen? Sorgen Sie für
ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und sportliche Betätigung? Oder
geraten Sie mehr und mehr in Hektik und Zeitnot und fühlen sich
überfordert vom Alltag Ihres Lebens?
Da sind vielleicht
die Sorgen um den Arbeitsplatz, Probleme in zwischenmenschlichen
Beziehungen, immer mehr Erfolgsdruck in Schule, Studium und Beruf sowie
Verpflichtungen im täglichen Leben mit Kindern, Haushalt und sonstigen
Aktvitäten. Tagein tagaus macht sich vielleicht auch ein Gedanke des
"funktionieren müssens" breit.
Wirklich
Abschalten ist für viele kaum oder gar nicht mehr möglich bzw. Zeit "für
sowas" ist nicht über. ABER wer sich traut, Zeit in seine Gesundheit
und sein Wohlbefinden zu investieren, wird einen sehr großen Nutzen
daraus ziehen und damit auch Energie und Lebensqualität.
Dauerbelastung führt häufig zu Dauerstress,
ohne dass sich die Betroffenen im Klaren darüber sind, dass Ängste, Panikattacken, Überforderung, Müdigkeit, Ein- und Durchschlafprobleme,
mangelnde Konzentration und Motivation, sexuelle Unlust
und Stimmungsschwankungen ihren Ursprung
in der Dauerbelastung haben können. Auch körperliche Auswirkungen wie Kopf-
und Rückenschmerzen,
Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Beschwerden,
Beklemmungen und Verspannungen, Ohrengeräusche, Herzrasen und Bluthochdruck
können darauf hinweisen.
Immer
mehr Menschen leiden unter Stress und den daraus resultierenden
körperlichen und seelischen Symptomatiken. Die wenigstens sind sich
jedoch der Problematik bewusst. Und wer gibt schon gern zu, dass er
sich den alltäglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen fühlt.
Andere schaffen das doch auch; „Durchhalten“ und „es wird schon wieder“
und die Hoffnung, nach dem nächsten langen Wochenende oder längerem
Urlaub wieder fit zu sein. Doch leider stellt
sich häufig keine dauerhafte Besserung der Symptomatik ein. Zudem kommen
auch noch Frust, Aggressionen, Wut und Hilflosigkeit hinzu.
Die
Hoffnung auf Hilfe von nahe stehenden Personen und Freunden schwindet
mit der Zeit. Entweder mag man andere mit seinen "Problemchen" nicht
belasten oder man hat schon zu viel besprochen. Und wer als
Außenstehender die Thematik nicht kennt hat kaum eine Möglichkeit, die
Betroffenen Personen zu verstehen. Warum denn der Urlaub nicht hilft und
die guten Ratschläge nicht fruchten. So schlimm kann das doch gar nicht
sein, denkt man sich. Ich krieg das doch auch hin. Und an dieser Stelle wird es für den Betroffenen sehr ernst.
Um nicht gänzlich den Boden unter den Füßen zu verlieren ist es
außerordentlich wichtig zu erkennen, dass es Situationen im eigenen Leben gibt, in denen nur durch professionelle
Unterstützung von Außen eine Veränderung herbeigeführt werden kann.
Das
Erkennen der eigenen Anteile an der Situation ist hier sehr wichtig. Die
Analyse, wie genau ist man in diese Situation gekommen. Was hat dazu
geführt, dass man nicht mehr abschalten konnte. Wieso sind die
Warnzeichen evtl. ignoriert worden. Viele Fragen, deren Klärung ein
wichtiger Bestandteil des Lösungsprozesses ist.
Denn nur
wer das Problem erkennt und akzeptieren lernt, kann sowohl den Mut als auch die Kraft
aufbringen, sich auf den Weg zur Lösung zu machen.
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